Das Wichtigste in Kürze

  • Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz empfiehlt einen Vorrat für zehn Tage – schon drei Tage helfen sehr.
  • Rechne mit 2 Litern Wasser pro Person und Tag.
  • Batterieradio, Taschenlampe, Batterien und eine geladene Powerbank bereithalten.
  • Ohne Strom funktioniert dein Festnetztelefon meist nicht mehr.
  • Bei einem längeren Blackout hilft dir der Notfalltreffpunkt – in Unnau die Concordiahalle, in Bölsberg das Dorfgemeinschaftshaus.

Wenn der Strom ausfällt

  • Prüf zuerst, ob nur deine Wohnung betroffen ist (Sicherungskasten) oder die ganze Straße.
  • Schalt Elektrogeräte aus, vor allem Herd, Bügeleisen und Heizlüfter. Lass eine Lampe eingeschaltet, dann merkst du, wann der Strom zurück ist.
  • Halte Kühl- und Gefrierschrank geschlossen, dann bleiben sie länger kalt.
  • Kerzen nur unter Aufsicht. Grills, Gasheizer und Notstromaggregate gehören nie in Innenräume – sie erzeugen Kohlenmonoxid.
  • Informier dich über ein Batterie- oder Kurbelradio oder das Autoradio.

Telefon und Notruf

Die meisten Festnetzanschlüsse laufen heute über einen Router – ohne Strom ist die Leitung tot. Das Handynetz funktioniert oft noch eine Weile, kann aber bei einem längeren Ausfall ebenfalls ausfallen. Halte dein Handy und eine Powerbank geladen und telefoniere nur, wenn es nötig ist.

Notfalltreffpunkte

Fällt der Strom großflächig und für längere Zeit aus, öffnen die Gemeinden im Westerwaldkreis Notfalltreffpunkte. Dort kannst du einen Notruf absetzen, wenn Telefon und Handy nicht mehr funktionieren, und bekommst die nötigste Hilfe.

  • Unnau (mit Korb und Stangenrod): Concordiahalle, Schwimmbadstraße 36
  • Bölsberg: Dorfgemeinschaftshaus, Waldstraße 15 a

Die Treffpunkte aller Gemeinden findest du auf der Seite des Westerwaldkreises. Merk dir am besten schon jetzt, wo dein Treffpunkt ist.

Was in den Vorrat gehört

  • Trinkwasser: 2 Liter pro Person und Tag – 1,5 Liter zum Trinken, 0,5 Liter zum Kochen.
  • Lebensmittel, die lange halten, keine Kühlung brauchen und sich möglichst auch kalt essen lassen.
  • Medikamente, die du regelmäßig brauchst, und eine Hausapotheke.
  • Licht und Information: Taschenlampe, Ersatzbatterien, Batterie- oder Kurbelradio, Powerbank.
  • Hygiene: Seife, Toilettenpapier, Müllbeutel.
  • Bargeld – Kartenzahlung und Geldautomaten fallen ohne Strom aus.
  • Wichtige Dokumente griffbereit in einer Mappe.

Bist du oder ist jemand in deinem Haushalt auf Strom angewiesen, etwa für ein Beatmungsgerät oder eine Sauerstoffversorgung? Dann sprich mit Arzt, Pflegedienst oder Hersteller schon jetzt darüber, wie lange das Gerät ohne Strom läuft und was im Notfall zu tun ist.

Quellen: Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, Ratgeber „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen“; Westerwaldkreis, Notfalltreffpunkte (Liste Stand 10/2026) · Stand: Oktober 2026